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Pferde
Die neun Pferde sind im Sommer bzw. bei gutem Wetter Tag und Nacht auf unserer Wiese und weiter dazugepachteten Koppeln. Sie hängen alle extrem aneinander, und auch im Stall haben wir keine Boxen, sondern alle können sich darin frei bewegen. Bis zum Winter 2009/2010 mußten wir die Pferde im Stall (mit kleinem Auslauf) halten. Nun haben wir es dank einiger Spenden geschafft, einen weitaus größeren Winterauslauf einzuzäunen. Wenn es gefroren ist oder geschneit hat, können sie nun von diesem großen Winterauslauf selbständig (ohne daß wir sie führen müssen) auch noch auf eine angrenzende Koppel gehen, also viel mehr Abwechslung und Platz. Früher wurden einige der Pferde noch von Daniel und seinen Geschwistern geritten oder mit ihnen Kutsche gefahren, was aber seit langem nicht mehr der Fall ist. Daniel fand im Prozeß des Veganwerdens das Reiten und Kutsche fahren noch eine zeitlang völlig in Ordnung. Daß Daniel die meisten der Pferde früher selbst benutzt hat, ist für ihn ein wesentlicher Grund, genau diese Pferde freizukaufen und sich nun bestmöglich um sie zu kümmern, er ist ihnen das sozusagen schuldig. Es ist ein Mythos, daß Pferde, die gehalten werden, geritten werden müssen, um genug Bewegung zu haben. Bei der Haltung in der Herde (wie bei uns) bewegen sie sich bei genügend Auslauf und einigen Tricks (zum Beispiel Nahrung und Wasser weit auseinander) ausreichend und galoppieren auch von selbst auf der Koppel, spielen und kämpfen miteinander, ... Auch Menschen können die Bewegung der Pferde anregen, zum Beispiel durch einen großen Ball, ... Palisanderkönig
Nachdem er sich überraschenderweise wieder erholt hatte, benutze Daniel ihn als Jugendlicher noch zum Reiten. Zur Zeit muß Palisanderkönig aufgrund eines Augenproblems permanent eine Maske tragen, um Fliegen von den Augen fernzuhalten. Die Maske macht ihn aber nicht blind, sondern er kann zu 95% hindurchsehen. Bueno
Nachdem er sich wieder erholte, benutzte Daniel auch ihn leider noch zum Reiten. Lollipop
Zum Gedenken an Lollipop Lollipop starb am 16. November 2010. Sie brach plötzlich zusammen, aus ihrer Nase strömten Blut und Körpergewebe. In ihr ist unbemerkt ein Lungen- oder Gehirntumor gewachsen, der an diesem Tag aufbrach. Wir konnten ihr nicht mehr helfen. Wir werden Lollipop nie vergessen. Stürmische Lollipop, die es liebte, über die Wiesen zu galoppieren. Die sich nach dem Führen auf eine neue Koppel immer ungeduldig losriß, um ihrer Energie freien Lauf zu lassen. Die den Kontakt mit Menschen scheute und einfach nur frei sein wollte. Sie hinterläßt eine traurige kleine Sabbi, ein Pony, das ihr auf Schritt und Tritt folgte. Auch wir sind traurig über den großen Verlust dieses Individuums, das wir geschätzt und respektiert haben. Sie fehlt in der Pferdeherde und insbesondere Sabbi. Lollipop war früher das Pony eines kleines Mädchens. Doch als das Mädchen größer wurde und auf Lollipop nicht mehr reiten konnte, bekam sie ein neues, großes Pferd, und Lollipop sollte geschlachtet werden. Lollipop wurde dann noch einige Zeit von Daniels jüngeren Geschwistern zum Reiten benutzt. Nach dieser traurigen Vergangenheit konnte Lollipop zumindest ein paar Jahre ein etwas selbstbestimmteres Leben in einer Herde verbringen, ohne ausgebeutet zu werden. Wir hoffen, daß sie ihr Leben noch etwas genießen konnte. Lollipop wurde nicht geschlachtet, um zu "Fleisch" gemacht zu werden. Die Benutzung ihres toten Körpers für menschliche Zwecke konnten wir dennoch nicht verhindern: Mangels anderer Möglichkeiten in dieser speziesistischen Gesellschaft mußten wir sie von der Tierkörperbeseitigung abholen lassen, von der sie völlig respektlos in einen LKW voller Leichen gestopft wurde. Das schreckliche Ende ihres Lebens bedrückt uns sehr. Einmal mehr verabscheuen wir Tierhaltung und Tierausbeutung mit all ihren Auswirkungen. Ronaldo
So kaufte Daniel ihn und benutzte ihn, nachdem er wieder lahmfrei ging, noch eine zeitlang zum Kutsche fahren. Liesel
Friedrich
Durch Zahlen des Schlachtpreises kam er zu Daniel. Einige Jahre kam er ohne Medikamente aus, die Atmung war nur dann schlimm, wenn er rannte. Doch einige Zeit mußte er fast durchgehend schleimlösende Medikamente bekommen, da er ansonsten nur schwer Luft bekam. Wir haben aufwendige Untersuchungen durchführen lassen, die ergeben haben, daß Friedrich allergisch auf verschiedene Pollen und Stäube (z.B. Heustaub) reagiert. Einige Wochen lang haben wir ihn täglich schleimlösende Dämpfe über ein Inhaliergerät inhalieren lassen, was phänomenal gut geholfen hat. Nun vermeiden wir Staubkontakt so gut wir können; das bedeutet z.B., daß Friedrich keinerlei trockenes Heu mehr bekommt, sondern nur Gärheu oder zuvor eingeweichtes Heu. Friedrich ist nicht mehr anzusehen, was er einmal für schwere Atemprobleme hatte! Er ist wieder total "feurig" und galoppiert über die Wiese. Sissi
Mit Sissi hatte Daniel als Jugendlicher Kutschunterricht. Als sie wegen ihrer Arthrose geschlachtet werden sollte, kaufte Daniel sie frei. Sissi hatte - auch in den letzten Monaten trotz ihrer sie stark einschränkenden Erkrankung sehr viel Lebensfreude, eine gute Position in der Herde und genoß es, im Sommer auf der Wiese zu sein. Sie hatte einen enormen Lebenswillen, den alle Menschen, die sie kennengelernt haben, bemerken konnten, und der uns nachhaltig beeindruckt hat. Wir vermissen Sissi als ein (wie alle Pferde) einzigartiges Individuum. Wir haben ihr mit zahlreichen UnterstützerInnen intensiv versucht zu helfen, um noch viele Jahre mit möglichst hoher Lebensqualität verbringen zu können, aber leider vergebens. Erika
Nachdem Daniel sie röntgen ließ, bekam sie einen Hufrehebeschlag (spezielles Hufeisen), durch das sie schon bald wieder schmerzfrei laufen konnte. Inzwischen ist der Knochen wieder mit dem Huf zusammengewachsen, und sie läuft sehr gut, braucht jedoch dauerhaft diesen speziellen Hufbeschlag. Seit einiger Zeit ist Erika vollkommen blind. Zuerst wurde sie auf einem Auge und schon bald auf dem anderen blind. Da sie noch recht jung ist, ist das sehr ungewöhnlich, und wir wissen nicht, warum das passiert ist. Leider ist ihre Blindheit auch nicht heilbar. Sie kommt jedoch sehr gut zurecht. Vermutlich hört und riecht sie dadurch viel besser. Sie läuft meistens ganz vorsichtig und hebt ihre Vorderhufe etwas höher, damit sie beim Laufen durch eventuelle Unebenheiten nicht stolpert. Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit im Stall oder auf einer Koppel findet sie selbst zur Tränke etc. Sabbi
Sabbi ist auf einem Auge blind und sucht sich normalerweise immer ein Pferd aus, dem sie ständig hinterherläuft. Dieses Pferd war lange Zeit Lollipop. Seit Lollipops Tod hat sich Sabbi noch keinem anderen Pferd angeschlossen, sie trauert offensichtlich. Wir hoffen, daß sie darüber hinwegkommt. Sepp
Sepp ist das letzte von Daniel benutzte "Kutschenpferd", das er freigekauft hat. Auf Sepp mußte Daniel neun Jahre lang warten, bis er ihn hierher holen konnte. Nun kann Sepp es wahrscheinlich erstmals erleben, in einer Herde zu sein und wird nie wieder vor eine Kutsche gespannt werden. Seine ersten Tage in der Herde waren aufregend, mittlerweile versteht er sich gut mit Ronaldo, Friedrich und Erika, mit der er damals gemeinsam eine Kutsche ziehen mußte. Felix
Felix wurde von Daniels Geschwistern zum Reiten benutzt und sollte wie die anderen von ihnen benutzten Pferde freigekauft werden. Obwohl Daniels Bruder, mit dem zusammen Daniel den Plan hatte, die von ihnen benutzten Pferde zu retten, nicht mehr dabei ist, ist Daniel von diesem Plan nicht abgewichen und hat mittlerweile alle Pferde inklusive Felix auf den Hof geholt. Felix konnte aufgrund von Rückenproblemen nicht mehr zum Reiten benutzt werden und sollte daher "weg". Felix hat sich gut in die Herde integriert und kann nun in dieser leben anstatt dafür herhalten zu müssen, Kindern das Reiten beizubringen. |