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Sissi ist totSissi hat den Kampf um ihr Überleben nicht gewonnen. Trotz gut verlaufener Operation und zunächst bester Genesung ist sie 12 Tage nach der Operation - am 23. August 2011 - in der Uniklinik für Pferde in Berlin gestorben. Noch bis zum Sonntag, den 21. August, sah es so aus, als würde sich für Sissi nun alles zum Guten wenden. Ihre Heilung verlief so gut, daß ihr von den TierärztInnen kaum noch Schmerzmittel verabreicht wurden. Sie freute sich über die täglichen Besuche unserer UnterstützerInnen Conny und Marius, die immer berichteten, welch positiven Eindruck Sissi machte und wie wohl sie sich körperlich gefühlt haben muß. Endlich konnte sie ihr Bein wieder in einer normalen Stellung belasten, sie lief aktiv in ihrer Box herum. Wir sind uns sicher, daß Sissi gespürt hat, weshalb sie in der Klinik war und daß ihr Bein nun gerichtet worden war. Wir waren uns ganz sicher, Sissi ein paar Wochen später mit nach Hause nehmen zu können, wo sie sich noch den Winter über schonen und im nächsten Frühling zusammen mit den anderen Pferden wieder auf die Koppel kommen würde. Doch ein Vorfall am Abend des 22. Augusts zerstörte plötzlich jegliche Hoffnung: Ihr Knochen ist an der Stelle des versteiften Fesselgelenks gebrochen; er war nicht stabil genug, um der Versteifung standhalten zu können. Die Schrauben, die die Metallplatte am Gelenk fixierten, wurden durch den Riß im Bein gelockert, so daß das Bein keine Stabilität mehr hatte und quasi ruiniert war. Sissi war sofort anzumerken, daß es ihr nicht gut ging, eine Röntgen- und Blutuntersuchung brachten die Katastrophe ans Licht. Wir fuhren gleich nach einem erschütternden Anruf nach Berlin und waren am nächsten Morgen bei ihr, wo wir Sissi in einem apathischen Zustand vorfanden. Sie hatte so viel Schmerzmittel bekommen, daß sie uns zunächst fast nicht erkannte und schon Probleme mit dem Kauen von Möhren hatte. Zwar wurde sie während unseres Besuchs wacher und freute sich sichtlich über unsere Zuwendung, aber aufgrund des vorangegangenen Telefonats mit dem behandelnden Arzt war klar, daß es keine Chance auf dauerhafte Verbesserung ihres Zustands gab, da der Versuch einer Versteifung des Beins nun gescheitert war. Wir führten noch ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt und ließen uns die verschiedenen Röntgenbilder zeigen und die Ursache der Katastrophe erklären. Diese liegt darin, daß der Knochen durch die lange Schonhaltung instabil geworden war und nun eine Art Osteoporose, welche jedoch im Röntgenbild nicht zu erkennen war, aufwies, wodurch er der nach der Operation aufgetretenen Belastung nicht dauerhaft standhalten konnte. Das Bein war nun nicht mehr zu retten. Da die Möglichkeit, das kaputte Bein durch eine Prothese zu ersetzen, hierzulande nicht besteht, und ein Pferd mit drei Beinen nicht leben kann, blieb uns nichts anderes übrig, als uns für die Tötung Sissis zu entscheiden, die noch am selben Vormittag vollzogen wurde. Wir gaben Sissi noch kiloweise Möhren und Äpfel, bis ihr die Kanüle gelegt worden war, um sie abzulenken. Dann erhielt sie eine Vollnarkose - wie zur Operation - und wurde getötet. Auch wenn alles so harmlos aussah, wir finden den Begriff Einschläfern verharmlosend. Sissi wurde letztendlich doch wegen eines kaputten Beins umgebracht, was wir mit so viel Einsatz versucht hatten zu verhindern. Leider gab es trotz all der Bemühungen durch uns und zahlreiche UnterstützerInnen, trotz der hierzulande besten Operationsmethode bei einem solchen Problem, der Versteifung, trotz Sissis enormem Lebenswillen, den uns alle, die sie kennengelernt haben (auch der behandelnde Arzt), bestätigten, letztlich keinen Ausweg. Wir waren von Sissis Stärke überzeugt, sie hat sie uns immer wieder gezeigt, doch am Ende konnte ihr Wille, ihre psychische Kraft, nicht das körperliche Gebrechen besiegen. Sissi ist tot - unser Versuch, ihr zu helfen, ist gescheitert. Wir bereuen es aber nicht, alles uns mögliche versucht zu haben, um ihr Leben zu retten. Sie hatte nur dieses Leben, und sie wollte es leben. Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Daß die Versteifung ein Mißerfolg sein könnte, war uns klar, wir sind über viele Risiken informiert worden, auch wenn wir über die plötzliche dramatische Wendung erschrocken sind. Wir möchten allen Menschen, die sich durch ihren Einsatz für Sissi mit ihr solidarisch erklärt haben, von Herzen danken. Wir haben durch zahlreiche Spenden, sowohl durch Soliaktionen als auch durch private Spenden, eine Welle der Solidarität erfahren, die wir so nicht für möglich gehalten hätten. Wir hoffen, daß nun niemand denkt, daß er/sie sich diesen Einsatz hätte sparen können, da Sissis Behandlung nicht dazu geführt hat, ihr Leben zu retten, sondern in ihrem Tod geendet ist. Wir denken, daß es das Leben eines jeden Individuums wert ist, um eben dieses zu kämpfen, auch wenn der Erfolg nicht gewiß ist. Noch haben wir keine Rechnung der Klinik erhalten, gehen aber davon aus, daß die bisher gesammelten Spenden ausreichen werden, um die Rechnung zu begleichen. Falls etwas aus diesem Spendenpool übrigbleiben sollte, würden wir das Geld gerne dazu verwenden, weitere Koppelpfosten für die Pferde zu kaufen, die wir uns momentan nicht leisten können, damit wir der Herde einen nahtlosen Wechsel von einer Koppel zu nächsten ermöglichen können (bis jetzt müssen wir immer eine Koppel komplett ab- und auf einer anderen Wiese wieder aufbauen). Dies käme der gesamten Herde zu Gute und wäre auch in Sissis Sinne gewesen, wenn sie wieder auf den Antitierbenutzungshof hätte zurückkehren können. Wir hoffen, daß dieser Einsatz eventuell übrigbleibender Spendengelder auch im Sinne aller SpenderInnen ist und sich niemand um seine/ihre Spende betrogen fühlt. Wir haben versucht, Sissi mit Eurer Hilfe wieder gesund werden zu lassen und sind traurigerweise damit gescheitert. Nachtrag: Wir erhielten von der Klinik zwei unerwartet hohe Rechnungen: Eine in Höhe von 3043,30 Euro für die Behandlung und eine in Höhe von 3665,20 Euro für die Schwingliftermiete. Also zusammen weit über 6000 Euro und das, obwohl wir bereits 1500 Euro im Voraus gezahlt hatten. Die erste Rechnung über die Behandlungskosten konnten wir sofort zahlen, wegen der zweiten Rechnung verhandelten wir lange mit der Klinik und erreichten, daß uns diese Rechnung auf 3000,00 Euro reduziert wurde. Für diese Summe reichten die für Sissi eingegangenen Spenden nicht (soviel dazu, daß evtl. etwas übrigbleiben würde!), doch wir konnten sie letztlich dank weiterer, zweckungebundener Spenden begleichen. Von zynischen Kommentaren wie "Ich hab' es ja gewußt, daß das nichts werden kann!" oder ähnlich gehässigen Bemerkungen bitten wir abzusehen. Wir trauern um Sissi, vermissen sie als Person sowie als Bestandteil der auf unserem Hof lebenden Pferdeherde und möchten, daß dies und unser Versuch, ihr ein qualitativ gutes Weiterleben zu ermöglichen, respektiert werden. Den untenstehenden Teil dieser Seite werden wir aus Zeitgründen nicht ändern, sondern zur Dokumentation des Verlaufs von Sissis Behandlung stehenlassen. Evtl. noch einkommende Spenden werden wir unten dokumentieren und über die Höhe der Klinikrechnung und Verwendung eventuell übriggebliebenen Geldes informieren. Die Menschen vom Antitierbenutzungshof Sissi ist operiert worden!Nach langwieriger Vorbereitung ist Sissi nun endlich am 11. August in Berlin operiert worden. Die Operation, die aus organisatorischen Gründen um zwei Tage verschoben wurde, ist gut verlaufen, Sissi kann das versteifte Bein schon recht gut belasten und damit herumlaufen. Noch befindet sich das Bein in Gips, und Sissi wird noch mindestens sechs Wochen zur Heilung und weiteren Behandlung in der Klinik bleiben. Wir danken allen, die durch ihre Spende bzw. ihren Einsatz diese Operation ermöglicht haben! Hier ein paar Eindrücke von der OP bzw. Sissis Zustand danach: Und so war Sissis Zustand vor der OP:
Sissi benötigt für ihr dauerhaftes Überleben dringend eine aufwendige Operation, deren Kosten wir alleine nicht tragen können. Daher rufen wir alle, die uns unterstützen können, zur Solidarität mit Sissi auf. Sissis Operation wird am 09. August durchgeführt (Details s.u.). Leider haben wir die Behandlungskosten selbst ohne mögliche Komplikationen noch nicht zusammen. Wir bitten Euch daher weiterhin um Eure Solidarität mit Sissi. Um den 18./19. Juni 2011 herum war ein Soliwochenende für Sissi geplant, an dem Solibrunches, Soliverkäufe/-flohmärkte, Solikonzerte, Solipartys, Soligrillen oder sonstige Veranstaltungen organisiert werden konnten, um die finanziellen Mittel für Sissis OP zusammenzubekommen. Es haben schon viele Aktionen stattgefunden, bei denen Geld für Sissi gesammelt wurde, und es sind noch einige weitere geplant. Es wäre großartig, wenn Ihr Euch an Soliaktionen beteiligt oder selbst welche organisiert und uns helft, Sissis Überleben zu sichern. Über die geplanten Aktionen berichten wir unten auf dieser Seite (d.h. wann wo etwas stattfindet und wer es veranstaltet), also informiere uns bitte, wenn Du oder Deine Gruppe, Dein Unternehmen etc. eine entsprechende Aktion planst bzw. plant. Selbstverständlich kann für Sissi auch direkt gespendet werden. Alle Spenden an Sissi - ob privat oder die Erlöse einer Soliaktion - bitte auf dieses Konto überweisen: Kontoinhaber: Antitierbenutzungshof e.V. Bisherige Spenden und Ausgaben für Sissis geplante Operation
Die Abschlußrechnungen der Klinik betrugen nach einer von uns erwirkten Reduzierung letztlich insgesamt 6043,30 Euro. Den Fehlbetrag konnten wir durch weitere, zweckungebundene Spenden ausgleichen. Stattgefundene SoliaktionenSoli-Essensstand in Bonn Soli-Brunch in Bonn Soli-Verkauf von Roots of Compassion Soli-Infostand mit Soli-Verkauf in Stuttgart Soli-Brunch in Düsseldorf Soli-Stand mit Kuchenverkauf in Dresden 50`s SHAKE!-Mottoparty in Siegburg Soli-Grillen in Berlin Soli-Infostand in Ludwigsburg Sammelaktion in Berlin Benefizkonzert in Jena Soli-Bingo-Abend in Berlin Hintergründe zu Sissis Fehlstellung und die Möglichkeiten, ihr zu helfenNeugkeiten bzgl. Sissis Operation: Sissi wird keine Prothese bekommen, sondern es wird Anfang August eine Versteifung des betroffenen Beins vorgenommen werden. Details siehe unten. Sissi hat im rechten Vorderbein schon lange Arthrose, was auch der Grund war, weshalb sie damals geschlachtet werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt und bis zum Sommer 2009 war das noch kein wirkliches Problem, da sie quasi einschränkungsfrei leben konnte. Doch dann fing es an, dass ihre Trachten (hinterer Hufbereich) länger wurden, was die örtliche Pferdeklinik als Nervenproblem diagnostizierte. Es hieß, dass ein fehlgeleiteter Nerv zu einer Verkürzung der Sehnen und Bänder führen würde, wodurch das Bein im unteren Bereich (ab dem Fesselgelenk) nach hinten hochgezogen würde. Solche Fälle hätten sie schulmedizinisch schon mehrmals erfolglos behandelt, weswegen uns alternative Behandlungsmethoden wie Wärmebehandlung, ein bestimmtes Gel, Massagen sowie Akupunktur empfohlen wurden. All das haben wir über viele Monate hinweg angewendet, ohne die geringste Besserung zu erreichen, im Gegenteil: Sissis Fehlstellung wurde schlimmer und schlimmer. Die ganze Zeit über hatte sie schon ein ortopädisches Hufeisen, welches ebenfalls die Verschlechterung ihres Zustands nicht stoppen konnte. Anfang 2010 fuhren wir dann mit Sissi nach München, wo ein bekannter Pferdeexperte insbesondere für Nervenprobleme (Tamme Hanken) einen Untersuchungstermin für Pferde anbot. Doch er teilte uns mit, dass Sissi gar kein Nervenproblem habe, sondern einfach aus irgendeinem Grund (vielleicht wegen ihrer Arthrose) Schmerzen im hinteren Hufbereich (Trachten) hatte und so nur noch die Hufspitze belastet hatte, was automatisch zu einer Verkürzung der Sehnen und Bänder führte, ... Er sagte, dies komme bei Kaltblutpferden manchmal vor und müsse von Anfang an mit einem ganz speziellen Hufeisen behandelt werden. Bei Sissi sei es dafür sicherlich schon zu spät. Wir haben ihr daraufhin trotzdem von unserem Hufschmied ein solches Hufeisen (ein sogenanntes Schnabelhufeisen) verpassen lassen, wodurch sie besser laufen konnte, das Problem aber nicht behoben wurde. Seitdem ist Sissis Zustand nahezu unverändert geblieben mit tendenziell stetiger leichter Verschlechterung. Sissi schont das betroffene Bein ständig, wodurch insbesondere das linke Vorderbein übermäßig belastet wird und die Gefahr einer Belastungshufrehe besteht, wodurch sie gar nicht laufen könnte und wir sie töten lassen müssten. Auch wird im jetzigen Zustand bei jedem Schritt das untere Gelenk des betroffenen Beins überbelastet, was für sie sehr unangenehm ist. Die Überbelastung versucht sie durch häufigeres Hinlegen auszugleichen. Beim Laufen verlagert sie einen Teil des Gewichts, das die Vorderbeine tragen müssten, auf die Hinterbeine. Ihr Überleben ist sogar auf kurze Dauer unmöglich, da ihr Zustand sich verschlechtert und bereits jetzt von vielen gefordert wird, dass wir sie töten lassen ("erlösen"). Was wäre unser Hof für ein Ort, wenn ein befreites Tier, welches in unserer Gemeinschaft lebt, wegen eines Beinproblems (wo es doch eine Lösung gibt, die das Beinproblem beheben kann) getötet würde? Durch Zufall erfuhren wir, dass es in den USA mehrere Pferde mit professionellen Beinprothesen gibt. In Deutschland gibt es das noch gar nicht und gilt als unmögliche Tierquälerei, da Pferde viel zu schwer seien und so etwas einfach nicht möglich sei. Dabei sind die Pferde (von Ponys bis hin zu Großpferden) mit Prothesen in den USA eine Tatsache, sie kommen angeblich sehr gut zurecht und können teilweise sogar galoppieren. Glücklich darüber, eine Lösung für Sissi gefunden zu haben, stießen wir durch auf den Tierorthopäden Dieter Pfaff. Er wäre in der Lage, eine Prothese für Sissi anzufertigen, mit der sie ihr Bein wieder voll belasten und gut laufen könnte. Eine solche Prothese würde mit Operation ca. 13.000 Euro kosten. Im Herbst 2010 hatten wir zu einer diesbezüglichen Untersuchung bereits einen Termin in der Pferdeklinkik Starnberg, welche im Gegensatz zu unserer örtlichen Pferdeklinik offen für eine derartige Operation ist. Leider stießen wir auf das große Problem, daß Sissis sich - trotz mehrstündiger Mühen - strikt weigerte, den Pferdeanhänger zu betreten. Wir wollten Sissi danach einige Zeit Ruhepause gönnen, und als wir im dann schon eingebrochenen Winter mit einem Verladetraining beginnen wollten, wurde uns aufgrund erhöhter Rutschgefahr (wegen Glätte) davon abgeraten. Inzwischen hat der Antitierbenutzungshof (anläßlich des bevorstehenden Transports von Sissi) ein eigenes Zugfahrzeug zum Ziehen des Pferdeanhängers (zuvor mußten wir uns für diesen Zweck einen Leihwagen mieten). Wir haben es nun geschafft, daß Sissi in den Pferdeanhänger geht und waren vom 26. bis zum 27.04. mit ihr in der Tierklinik Starnberg. Die dortige Untersuchung hatte laut dem untersuchenden Tierarzt ergeben, daß Sissi eine Prothese benötigt (die zuvor angedachte Idee einer Orthese ließe sich aufgrund der zu weit fortgeschrittenen Schädigung des Beins nicht realisieren). Es war daraufhin geplant, daß Sissi vom Pferdechirurg der Tierklinik Starnberg, Dr. Röcken, welcher auch in Gießen tätig ist, an der Gießener Uniklinik Sissi operieren sollte und dort dann durch den Tierorthopäden Dieter Pfaff die Prothese angepaßt werden sollte. Der Pferdechirurg beschäftigte sich ausführlich mit der Operationsmethode und kam letztendlich zu dem Schluß, daß eine Prothese nicht möglich sei. Auf einem internationalen Chirgurgenkongreß für TierärztInnen (ECVS-Kongreß) wurde Sissis Fall von mehreren TierärztInnen auch aus den USA besprochen. Es wird vermutet, daß die Erfolge bei amputierten Pferden mit Prothese übertrieben werden, indem nur die Erfolge öffentlich präsentiert und Mißerfolge (bei denen das Pferd mit der Prothese nicht klarkommt, nicht laufen kann, Schmerzen hat, die Wundheilung schlecht ist, ...) verschwiegen werden. Wir können das von hier aus nicht beurteilen. Fakt ist, es gibt europaweit keinen Tierarzt/keine Tierärztin, der/die Sissis Bein amputieren und ihr eine Prothese verpassen würde. Die Möglichkeit, einen der drei Tierärzte, die in den USA angeblich routinemäßig Pferdeprothesen anpassen, hierher zu holen oder mit Sissi in die USA zu fliegen, haben wir nicht. Es gibt nun jedoch die Möglichkeit, Sissis rechtes Vorderbein zu versteifen. Dabei wird das Bein in eine normale Position, in der Sissi gut stehen und laufen könnte, gebracht, und in dieser Position von innen mit einer bestimmten Konstruktion versteift. Diese Methode wendet Dr. Christoph Lischer von der Freien Universität Berlin an und lehrte diese Methode auch. Sie ist sehr erfolgsversprechend, trägt jedoch ein recht hohes Infektionsrisiko nach der Operation. Wenn das Bein aber gut verheilt, kann Sissi danach ihr rechtes Vorderbein wieder voll belasten, wodurch sie nicht mehr in Gefahr ist, auf dem anderen Vorderbein eine Belastungshufrehe zu entwickeln. Sie muß sich nicht mehr so oft hinlegen, um ihre anderen Beine zu schonen, kann sich schneller fortbewegen und am Herdenleben besser teilhaben. Laut Dr. Lischer könnte sie dann noch viele Jahre lang ein schmerzfreies Pferdeleben führen - genau das, was wir für sie wollen. Dr. Lischer teilt uns über die Operation folgendes mit: Die Risiken bei diesem Eingriff sind folgende: Die Kosten ohne Komplikation belaufen sich auf ca. 4000.- Euro (einschliesslich Klinikaufenthalt von 2-3 Wochen) Das angestrebte Ziel bei erfolgreichem Verlauf ist mindestens ein weidetaugliches Pferd, das sich ohne Schmerzen im Schritt bewegen kann." Sissi wird also am 9. August in Berlin operiert werden. Zusätzlich zu den von Dr. Lischer aufgeführten Behandlungskosten entstehen noch Mietkosten für einen Schwinglifter, mit Hilfe dessen Sissi ihr Körpergewicht um bis zu 250 Kg entlasten kann, wodurch sich die Heilungschancen vermutlich sehr verbessern werden (geringere Belastung des operierten Beins sowie geringere Belastung der gesunden Beine, d.h. z.B. geringere Gefahr einer Belastungshufrehe. Bei einem Klinkaufenthalt von 6 Wochen würden die Mietkosten für den Schwinglifter zusätzlich zu den Behandlungskosten weitere 3000 Euro betragen. Wenn wir Sissi schon solch eine aufwendige Operation zumuten, müssen wir alles daran setzen, einen guten Heilungserfolg zu erzielen! Leider haben wir die Behandlungskosten selbst ohne mögliche Komplikationen noch nicht zusammen. Wir bitten Euch daher weiterhin um Eure Solidarität mit Sissi. Bitte helft uns, Sissi zu helfen! Um auch andere Menschen über Sissis Situation zu informieren und zur Hilfe zu animieren, gibt es einen aktuellen Flyer mit dem Aufruf zur Solidarität mit Sissi, der z.B. bei Soliaktionen verteilt oder an Infoständen, in veganen Lokalen etc. ausgelegt werden kann. Danke an alle, die Sissi in irgendeiner Form unterstützen! |